Nahrungsergaenzung in der Schwangerschaft – Das sollten Sie wissen !

16 Jun

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft braucht der Körper mehr Vitalstoffe.
Die Aufnahme dieser Stoffe muss gewährleistet sein.

Das heranwachsende Baby im Mutterleib nimmt sich in der Regel, was es für eine gesunde Entwicklung benötigt.
Der Bedarf an bestimmten Stoffen bei der Mutter steigt daher während der Schwangerschaft ungemein.
Da keinesfalls alle der benötigten Stoffe in ausreichender Menge in unseren täglichen Nahrungsmitteln enthalten sind, müssen sie teilweise durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte kommt es bei den meisten Frauen zu einer Eisenarmut (Eisenmangelanämie).
Diese lässt sich durch Einnahme von Eisentabletten in der Regel leicht ausbügeln.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert außerdem für den in der Schwangerschaft gesteigerten Bedarf eine weitere Einnahme von Jodid.
Alle übrigen Vitamine und Spurenelemente müssen bei einer ausgewogenen vitaminreichen Ernährung nicht zwingend ergänzt werden.

EU empfiehlt die Nahrungsergänzung mit Omega-3 bei Schwangeren

Die Ergänzung der Nahrung im Verlauf der Schwangerschaft und während der Stillzeit durch DHA Omega-3 fördert eine gesunde Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes.

Eine von der EU geförderte und der Kinderklinik der Universität München koordinierte Konsensuskonferenz mit über 50 Experten, die vom 25. bis 29. August 2007 in Athen stattfindet,
gibt neue Empfehlungen heraus, in denen im Verlauf der Schwangerschaft und der Stillzeit eine Nahrungszufuhr von durchschnittlich mindestens 200 mg pro Tag Docosahexaensäure (DHA) einer Omega-3-Fettsäure, befürwortet wird.

Es ist zwar schon schon lange anerkannt, dassOmega-3 gesundheitliche Vorteile bietet, die empfohlenen täglichen Zufuhrmengen fielen jedoch unterschiedlich aus. Vor diesem Hintergrund beauftragte die Europäische Kommission die Perinatal Lipid Nutrition Group (PeriLip) und das Early Nutrition Programming Project, die Rolle der Nahrungsfettzufuhr in der Schwangerschaft und Stillzeit zu untersuchen und eine eindeutige Dosierungsempfehlung für Frauen bzw. medizinische Fachleute abzugeben.

Das Expertenkomitee fand heraus, dass Frauen, die bei ihrer Ernährungsweise auf die Aufnahme von DHA Omega 3 achteten, gesündere Schwangerschaften hatten – zum Beispiel hatten die Babys ein höheres Geburtsgewicht und die Menge an Frühgeburten war geringer. Die Vorteile sind nach der Geburt im gleichen Sinne erkennbar; die DHA-Zufuhr konnte auch mit einer positiven kindlichen Entwicklung, vor allem der Augen und der Gehirnfunktionen, in Verbindung gebracht werden.

„Wir untersuchten eine Reihe von Anzeichen für die Vorteile von omega-3 Fettsäuren und wünschen, dass unsere Erkenntnisse den Ärzten klare Richtlinien für die optimale omega-3-Zufuhr bei Schwangeren und Stillenden liefern“, erklärt Professor Berthold Koletzko, Professor für Pädiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Koordinator der Expertengruppe. „Wir hoffen außerdem, dass junge und werdende Mütter diese Informationen beachten werden, um eine ausreichende Versorgung mit DHA sicher zu stellen und während der Schwangerschaft und Stillzeit von den Vorteilen zu profitieren.“

Omega-3-Fette gelten als gesundheitsfördernd, aber die Angaben über die besonderen Wirkungen insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit sind oft schwer verständlich und gegensätzlich. Umso bedeutender ist daher diese neue Richtlinie. Vor allem bei Frauen mit einem typisch westlichen Ernährungsverhalten besteht das Risiko einer zu geringen Zufuhr mit der omega-3 Fettsäure DHA, da die Hauptquelle der DHA (d. h. fette Seefische) nicht unbedingt zum normalen westlichen Speiseplan gehört. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen in den westlichen Industrieländern im Rahmen ihrer Ernährung ausreichend mit DHA versorgt werden, ist somit gering.

Frauen, die wenig oder keinen Fisch verzehren, sollten die Verwendung von Omega-3 Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft erwägen.

Die neue Empfehlung möchte dieses Problem deshalb in Erinnerung rufen. DHA Omega-3 ist in fetten Fischen, wie zum Beispiel Lachs oder Makrele, enthalten. Die Konsensuskonferenz empfiehlt den Verzehr von zwei Portionen fetten Fisch pro Woche für Schwangere und stillende Frauen, was auch mit den Empfehlungen der Europäische Agentur für Lebensmittelstandards übereinstimmt.